Über uns!

Da kann`se ma sehn, wie sich die Zeiten ändern, woll!

1886, also vor anno tuck, wurd` der Laden als „Pomona-Gärtnerei Gustav Heldmann“ gegründet. Hömma, Pomona is aber nix, wovor Du echten Bammel haben müsstest, woll. Der olle Gustav hat damals mit Appel- und anderen Obstbäumkes gemacht. Pomona- Bäumkes sin die, die das Sauerländer Schlackerwetter noch echt verknusen können.

Abba mit die Zeit wurden die Äppelkes als Kompott im Glas gekauft und dem Gustav seine Tochter Antonie hat Blumenbinderei in Köln gelernt. Blümkes und Sprickelskraut für jeden Anlass standen jezz auffem Programm. Es Antonie hat dann den Vogts Peter von Heggen geheiratet. Kuck ma- jezz kommt schon der Name „Vogt“ aufs Tapet, woll! Der Vogts Peter war Oberscheich anner Bahn in Finnentrop und deshalb hatt` er keine Verträge mit Blümkes und Pflänzkes.

 

Es Antonie nannte sich nu` „Heldmann-Vogt“ und hat mit `nen paar Mann inner Gärtnerei und im Laden gewullackt. Ker, wie das so is mit die Frauleute: im Null Komma Nix hat es nebenbei noch drei Blagen gekriecht, woll. Im Kriech, als `nen Knäppken trocken Brot echt Gold wert war, da hat es statt mit Sprickelkraut und Rös`chen lieber in Saatgut, Töüffeln und Gemüsepflänzkes gemacht. Also in Grevenbrück musste damals keiner verschmachten, woll. Als dem Antonie sein Sohn Heribert aus`m Kriech und vonner Penne kam, wollt` der eigentlich Wald- und Wiesendoktor werden. Abba nach zwei Silvester war Schluß damit. Der alte Peter hatt` früh den Abgang gemacht und der Heribert wollt` seine Mutter mit dem Brassel zu Hause nich alleine lassen, woll. Weil er `nen echten Kerl war, hatt` er dann inner Gärtnerei malocht. Den Namen „Vogt`s Doktor“, den hatt` er dann abba `nen Leben lang in Grevenbrück wech, woll. Nebenbei war er mit dem Brills Matta am friggen und nach der Hochzeit war`n im Null komma nix drei Blagen da. Alles rund um Blümkes und Pflänzkes stand wieder auffem Programm. Kistenweise ham`se Tagetes un Stiefmütterkes pikiert, Gottesaugen auffen Friedhof geschleppt, Kränze gewickelt und Speckkisten garniert.

Den Kroppigen, den Arnold ham`se inne Gärtnerlehre gesteckt und danach zum Luffern innet Rheinland geschickt. Von da hat der sich direkt`ne Frau mitgebracht, woll. Als er nach zwei Silvester auffem Durchblickerlehrgang in Bonn seinen Meister gemacht hat und ette mit der Lehre inner Floristerei fertig war, da ham` die Beiden geheiratet und – rate ma`? Richtig! Im Null Komma Nix waren wieder drei Blagen da, woll. Während die Omma die Blagen am verwahren war, ham die Beiden im Laden und inner Gärtnerei gewullackt. Alles rund um Blümkes und Pflänzkes stand auffem Programm. Kistenweise ham` se Tagetes un Stiefmütterkes pikiert, Gottesaugen auffen Friedhof geschleppt, Kränze gewickelt und Speckkisten garniert. Ker, am Anfang war noch Friede, Freude, Eierkuchen. Da fluppte das auch, woll. Hömma, da rechnete sich das auch noch. Abba, wie heißt dat so schön? Die Zeiten ändern sich, woll. Heute kost `nen Liter Sprit bald `nen Heiermann. Tagetes krisse für `nen Appel und `nen Ei neben Appel und Ei im Aldi. Speckkisten kommen innen Ofen, für die Asche reicht `ne kleine Dose und auffem Friedhof sind die Gräber deshalb nur noch `nen Arschbreit. Da brauchste zum Bepflanzen keine ganze Kiste Gottesaugen mehr für. Hömma, da reichen drei mickrige Pflänzchen! Pikierte Stiefmütterkes kennen die meisten Leute heut` nur noch vonne Patchwork- Familie, woll. Ker, so krisse noch nich` mal für `ne Hitte Heu zusammen. Oh Herre, da kannste genauso gut `ne Baggerfahrt inne Eifel gewinnen. Abba dat war leider noch nich alles von dem Elend. Der Arnold hatte schon immer Maläste mit`n Klüsen, abba eines Tages war Schluß mit lustich. Der Doktor hat ihm die Wullackerei im Gewächshaus streng verboten und alleine konnte ette das auch nich` packen. Zum Glück waren die Blagen da schon aussem Gröbsten raus und in eigenen Berufen unterwegs. Abba wie sacht man: andere Zeiten, andere Sitten, woll. So wie sich der olle Gustav vor anno tuck von seinen Pomona- Äppelkes verabschiedet hat und die Antonie im Kriech in Töüffeln statt in Blümkes gemacht hat, so ham` auch die Beiden inne andere Richtung gekuckt. Vom Appelbaum zum Calvados. Da kannse ma sehen, wie sich die Zeiten ändern, woll! Lecker essen taten die Beiden ja schon immer gerne. Und deshalb steht jezz neben „Blumen-Vogt“ „Schenken & Genießen“. Das mit den Blumen ham` se extra stehen lassen.

Damit jeder im Dorf weiß wo es is, woll. (Außer die Buiterlinge – die sind sich schon mal am wundern.) Ker, in Zeiten, wo die Leute ihren Polter und allen möglichen Spökes beim Kaffeeröster kaufen, kannste neben Seidenblumen doch wohl auch Essig, Öl, Liköre, Brände und andere Schmeckleckereien verticken, woll. Außerdem is dat nich` irgendein Essig, irgendein Öl und irgendein Allerweltszeug! Dat is wat ganz spezielles für die Gourmets und dann auch noch mitten inne Provinz, woll. Hömma, kennse Röstzwiebelöl? Nich? Schade. Musste unbedingt ma` probiern. Dat Zeuch is sagenhaft! Damit kannste die weltbesten Bratkartoffeln schröggeln! Da kannse die Männer echt mit Bratkartoffeln ummen Finger wickeln. Für die Frauleute is Feigenbalsam nich nur Balsam für die Melone auffem Teller, sondern Balsam für `nen Gaumen und für`t Herz, woll. Mit Bruschetta- Gewürz wirste automatisch zum Vorstadtitaliener – nur wie Caruso singen musste selber! Eine von den 20 Sorten Senf is bestimmt die Richtige für Deine Knifften zu krönen. Und willste mal was Echtes ins Glas und für die Seele, dann lässte` Dich am Besten vom Arnold beraten. Oh Herre, wenn`de gescheid bis, dann lässte Dir auch ruhig mal `nen Schlückchen geben. Dat mit dem Probiern geht nämlich nur bei denen – versuch dat ma` im Aldi, woll! Egal, ob für Oppas oder Ommas 80., für zur Hochzeit vonner Cousine oder einfach so, wenn Du dir `mal was Echtes gönnen willst, bei „Schenken & Genießen“ findste bestimmt dat Richtige. Ette sorgt dafür, dat dat Ganze nett verpackt wird und nich nur lecker schmeckt, sondern auch noch lecker aussieht, woll. Wenn ette nich gerade am Einpacken oder sonstwie im Laden am Ramentern is, dann fuckelt es allerlei Spökes aus Wolle zusammen. „Wolle“ un „woll“ scheint abba irgendwie ganz dicht beinander zu liegen, woll. Denn obwohl es `nen Buiterling is (oder vielleicht gerade deshalb?), verzapft es ab und zu auch noch so`n Blödsinn wie Du jezz gerad` am Lesen bis. Er is abba auch nich` besser- er setzt das dann auch noch ins Internet! Ker, da krisse doch die Pimpernellen! Abba wat willse dazu sagen- die Zeiten ändern sich, woll!